20. Rufio - Perhaps, I Suppose... (2001)
Rufio spielen leicht eingängigen Pop-Punk und befassen sich auf ihrem Debüt (nach einer EP, welche hier komplett mit aufgenommen wurde) vorwiegend mit dem Problemen junger Liebe. Und das geschieht auf eine so charmante Weise, dass man sich die Songs immer wieder gerne anhört. Der Bandname ist Programm, ist er doch inspiriert von der Geschichte Peter Pans, und was der nie wollte, wissen wir ja ;) Besonders der erste Albumtrack "Above Me" ist für mich der bedeutendste Song dieser Band überhaupt, weil er eine wunderschöne Aussage mit einer so unschuldigen Ungezügeltheit in die Welt trägt, dass ihm einfach eine unglaubliche Ausstrahlung innewohnt.
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Above Me
19. Katatonia - Viva Emptiness (2003)
Ich habe mich schwer getan, dieses Album in die Top-Liste mit aufzunehmen. Nicht, weil es das nicht voll verdienen würde, sondern weil ich es mittlerweile schon fast totgehört habe. "Viva Emptiness" elektrisiert mit seiner Mischung aus Melancholie und Aggressivität, eben durch seine Art, mit dem Leben in einer verkommenen Gesellschaft zurechtzukommen. Stark im Fokus der Aufmerksamkeit befinden sich Themen wie Einsamkeit, Verrat, Verlust, Hoffnung und Verzweiflung. Jonas Renskes Stimme passt perfekt zu dieser Musik und macht die Songs erst so intensiv, dass einem bei jedem einzelnen Durchlauf der Scheibe mehrfach ein Schauer über den Rücken läuft.
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Evidence
18. Origin - Antithesis (2008)
"Die Musik Origins erzeugt schwarze Löcher im Universum", so lautete sinngemäß ein wahrlich passendes Zitat aus der last.fm-Shoutbox. "Antithesis" ist die vertonte Vernichtung der Welt, die vollständige Auslöschung allen Lebens durch einen Handstreich einer Macht, die nicht im Ansatz aufzuhalten wäre. Vom ersten Ton an wird keine Gnade gezeigt, die Welle, die da auf den Hörer zurast, ist nicht einfach nur unaufhaltsam, sie ist unmenschlich und einfach nicht von dieser Welt. Nach dem Durchlauf der Scheibe bleibt nicht ein Stein auf dem anderen. Zurück bleibt eine Staubwolke, die nur noch mager davon zeugt, was von diesem Monstrum unbarmherzig überrollt wurde. Origin spielten schon immer am Limit des Machbaren. Doch mit "Antithesis" ist bisher die absolute Obergrenze in Sachen Geschwindigkeit, Technik und Präzision erreicht worden: Dieses Referenzwerk ist mit höchster Wahrscheinlichkeit der Gipfel extremster Klänge in der gesamten Musikwelt der Gegenwart und wird außer vielleicht von Origin selbst so bald nicht im Ansatz erreicht werden können.
Reinhören: Finite (Video)
17. Negură Bunget - Om (2006)
Die Rumänen von Negură Bunget kreieren keine normale Musik. Es klingt immer etwas spirituelles, magisches, übernatürliches und unbekanntes mit in ihren Werken. Die Basis bildet zwar Black Metal, aber der größte Teil dessen, was man beim Hören vernimmt, ist der ganz eigene Geist der Band, der sie so authentisch macht. Es fließt spürbar viel Persönliches in die Musik mit ein. Umso bedauerlicher, dass das mystische "OM" wohl nie wieder erreicht werden wird, da die Band im Streit zerbrach und nie wieder so sein wird wie zu den Zeiten, als einzigartige atmosphärische Tonkunst wie dieses Album und alle seine Vorgänger erschaffen wurde.
Reinhören: Cunoaşterea Tăcută (Video)
16. Аркона - От сердца к небу (2007)
Arkona - Ot serdza k nebu
Als Kontrast zu den seichten Veröffentlichungen auf dem völlig überschwemmten Pagan/Folk Metal-Markt veröffentlichen Аркона schon seit Jahren hochkarätiges Material. Zunächst für den Rest der Welt im Verborgenen, drangen lange Zeit doch nur spärlich Informationen aus der russischen Metalwelt nach außen. Mit "От сердца к небу" hat sich das zumindest für Аркона geändert. Man merkt, dass die Musik mit Herz und Liebe zum Detail entstand. So wurden auf diesem Album besonders viele traditionelle Instrumente verwendet, um ein (wie auf den Vorgängeralben auch schon) stark slawisch geprägtes Klanggerüst zu erzeugen, auf dem die harten Teile aufbauen oder diese Klänge übernehmen. Die Texte werden intoniert von der kräftigen Stimme der Sängerin und Bandchefin Masha, die schon seit jeher für Аркона verantwortlich zeichnet.
Reinhören: Слався Русь Slawsja Rus' (Video)
15. Kataklysm - Serenity in Fire (2004)
"Serenity In Fire" ist ein mächtiges Album und stellt zusammen mit dem starken Vorgänger "Shadows & Dust" zweifelsohne den Höhepunkt im Schaffen der Band dar. Mit dem nach diesem Album ausgestiegenen Drummer Martin Maurais, einem der Schnellsten seiner Zunft, wurde hier ein rasend schnelles Death Metal-Teil eingehämmert, das nur so vor Kraft strotzt. Das Album steckt so voller einprägsamer Melodien und Riffs, dass es einem gar nicht mehr aus dem Gehör geht. Damit besitzt es eine sehr eigene Identität, die wie ein Monolith aus dem riesigen Angebot an Death Metal-Platten heraussticht. Maurizio Iaconos Stimme glänzt in allen Tonlagen und steht seit jeher mit für den Wiedererkennungswert der Band. "Serenity In Fire" ist also in vielerlei Hinsicht ein bedeutendes Stück harter Tonkunst und kaum zu umgehen, wenn man sich in dieser Materie bewegt.
Reinhören: As I Slither (Video)
14. Anathema - A Natural Disaster (2003)
Ein trauriges und dunkles Meisterwerk hält man mit dieser Scheibe in den Händen. Von der Grundstimmung an "Alternative 4" erinnernd, weben Anathema einiges an Besonderheiten in die Songs mit ein. So finden sich einige elektronische Nuancen in den Stücken wieder, wobei hier besonders "Closer" mit dem stark entfremdeten Gesang auffällt. Und auch der weibliche Gesang im Titelstück weiß sehr zu überzeugen. "A Natural Disaster" ist ein sehr melancholisches, mit einer sanften Schwere versehenes Album, dessen Lieder einem den Hals zuschnüren. Den Gefallen an der Traurigkeit kann hier nur gefunden werden, wenn man selbst in guter Verfassung ist, andernfalls könnte einen das Material schutzlos mit sich reißen in eine Welt voll Tränen...
Reinhören:
Closer
13. Empyrium - Weiland (2002)
"Weiland" ist die Definition für Melancholie. Man könnte beinahe meinen, dass dies die einzig mögliche Definition dieses Gefühls darstellt. Empyrium haben hier ein Meisterwerk erschaffen, das zeitlos ist und für immer einzigartig bleiben wird. Die Band gibt es schon seit Jahren nicht mehr und somit bleibt "Weiland" der ewige Höhepunkt der Bandkarriere, mit dem zentralen, über alle Maßen erhabenen Stück "Waldpoesie". Empyrium ist derart intensiv, dass es selbst seine eigenen Schöpfer nicht unbeschadet ließ und diese sich von diesem Projekt lösen mussten. "Weiland" muss mit dem Verstand und mit dem Herzen zugleich gehört werden. Diese Musik zieht den Hörer in eine andere Welt, die durch und durch traurig ist, aber auf eine wunderschöne Weise. "Weiland" ist Herbstmusik, für die Zeit, wenn die Landschaft in Nebel gehüllt ist und die Sonne schon zu schwach ist, durch die Wolken zu brechen, wenn Nießelregen die von sanftem Wind berührten langsam fallenden Blätter benetzt. "Weiland" ist ein Hauch von Ewigkeit.
Reinhören: Die Schwäne im Schilf (Video)
12. Kettcar - Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen (2005)
Was Kettcar auf diesem Album abliefern, hat wahrlich poetische Züge. Nicht übertrieben, nicht vor Pseudogeschwafel triefend, sondern einfach glaubhaft. "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" erzählt Geschichten, wie sie das Leben schreibt, auf wundervolle und behutsame Weise. Da wirkt das Nachfolgeralbum mit seinem Versuch, verrucht und rebellisch zu sein, schon fast ein wenig wie ein Ausrutscher, der gerade nochmal gut ging... Die Hamburger machen hier keine komplexe Musik, was aber auch gar nicht passen würde. Die Musik ist vielmehr die Unterlegung der Texte, die das Album so lebendig machen. Hier findet sich ein zeitloser Song nach dem anderen, und nicht nur "Balu" muss auf jedem ordentlichen Kettcar-Konzert angestimmt werden...
Reinhören: Deiche (Video)
11. destophobia - ex sententia - a journey through thorough thoughts (2006)
Viele Bands schaffen es in ihrer Karriere, einen eigenen Stil zu entwickeln, der es dem Hörer erlaubt, dass sich deren Musik dauerhaft und unterscheidbar in dessen Gedächtnis festsetzt. Nur ganz Wenige schaffen es, ihre Eigenarten nicht nur auf musikalischer Ebene bis zur Einmaligkeit zuzuspitzen. Mit diesem Werk untermauern destophobia ihre Sonderstellung als wirklich bemerkenswerte und sprichwörtlich eigen-artige Band im positivsten Sinne. Die Musik ist deutlich spürbar geprägt durch jedes einzelne involvierte Individuum. Jedes in die Lieder gelegte Gefühl scheint bedingunsgslos ehrlich zu sein, und das ist genau das, was diese Scheibe so stark macht und die Live-Auftritte zu unvergesslichen Momenten werden lässt. Musik um der Musik willen ist das ganze Geheimnis... für destophobia war das schon immer das Erfolgsrezept und wird es sicherlich auch bleiben.
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turn
10. Beneath the Massacre - Mechanics of Dysfunction (2007)
Diese Kanadier sind eine technische Killermaschine. Mit unglaublicher Präzision und Geschwindigkeit werden hier ein Frickelpart nach dem anderen runtergezockt, ohne dabei jedoch fette Grooves vermissen zu müssen. Angereichert mit einigen wirklich sehr dezenten Breakdowns geht dieses Album heftig nach vorne. Es handelt sich um gnadenlos brutales Material, welches aber so glasklar produziert ist, dass einem nicht ein Ton abhanden kommt. Dem ausgeklügelten Songwriting ist es zu verdanken, dass die Scheibe bei jedem Durchlauf von neuem ein Gefühl der Zufriedenheit zurücklässt und Lust auf noch mehr macht. Vorausgesetzt man kann mit solcherlei Technikattacken etwas anfangen.
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Society's Disposable Son
9. Kronos - The Hellenic Terror (2007)
Die Titanen aus Frankreich überrollen mit ihrem Monstrum "The Hellenic Terror" einfach alles, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat. Ungezügelte Raserei prallt mit einer derartigen Wucht auf die Trommelfelle des Zuhörers, dass diesem nur noch der Kiefer auf die Brust fällt, um sich danach ein ungläubiges Grinsen einfach nicht vernkeifen zu können. Zweifelsohne ist dieses Album eines der absoluten Highlights im extrem brutalen Death Metal-Sektor der letzten und nächsten paar Jahre. Zu schade, dass der Sänger Kronos', der mit seiner wirklich grandiosen Gesangsleistung sowohl im tiefen Growl- als auch im höheren Kreischsektor auf dieser Scheibe brilliert, die Band vor kurzem verlassen hat. Somit bleibt es spannend, wie weitere Erscheinungen der Band wohl aussehen mögen.
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The Road of Salvation
8. Ahab - The Divinity of Oceans (2009)
Der Titel des Albums zeigt unmissverstänlich an, worum es auf dieser Scheibe geht: Die Göttlichkeit, die Unbarmherzigkeit, die Unbezwingbarkeit des Ozeans. Die Schleppenden, düsteren Kompositionen Ahabs reißen den Hörer wie ein Malstrom mit in dunkle Tiefen und unendliche Hilflosigkeit. Man kann dieser bedrohlichen Atmosphäre nicht entkommen... aber man will es ja auch gar nicht. Die Wellen des Meeres scheinen einen zu zermalmen wie einen Wurm, aber was ist das? Im nächsten Moment Windstille, Frieden... Was machen Menschen auf weiter See, ohne Aussicht auf Rettung, ohne Nahrung, aber mit einem kleinen übriggebliebenen Rest Hoffnung... ?
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The Divinity Of Oceans
7. Primordial - To The Nameless Dead (2007)
Ein Urgestein der irischen Metalszene, und eine der ganz großen Bands, was intelligente und erhabene Musik angeht. Schon immer auf den Spuren ihrer irischen Vorfahren wandelnd und durch die Geschichte streifend, präsentieren uns Naihmass Nemtheanga und seine Mitstreiter mit "To The Nameless Dead" ein Werk, welches sich um den irischen Befreiungskampf und dessen Opfer, um Glaube und falschen Stolz, dreht und regen mit trauernder wie mahnender Stimme zum Nachdenken an. Ein episches Meisterwerk!
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Heathen Tribes
6. Heaven Shall Burn - ICONOCLAST (2008)
"Iconoclast" übt Gesellschaftskritik auf hohen Niveau. Das haben HSB mit ihren Werken schon immer getan. Es ist nicht ihre Art, mit dem Vorschlaghammer zu Werke zu gehen (zumindest textlich gesehen), man wird vielmehr zum Denken animiert, um von selbst drauf zu kommen, was in dieser Welt so verdammt falsch läuft. Faschismus, soziale Ungleichheit, die Freiheit eines jeden Menschen sind Themen, derer sich die Thüringer auf dieser Scheibe annehmen. Ein bedeutendes Album mit bedeutenden Botschaften. Deutliche, mit einer ordentlichen und durchschlagenden Portion Energie hervorgebrachte Botschaften, die zum gehört werden bestimmt sind...
Reinhören: myspace -> Endzeit
5. Helrunar - Frostnacht (2005)
Helrunar ist eine Band, die so gekonnt mit der deutschen Sprache umgehen kann, dass sich die Liedtexte wie hohe Poesie lesen. Die Art, wie auf diesem Album mythologische Themen behandelt werden, zeugt von tiefgehender Kenntnis der Materie. Aber auch die Auseinandersetzung mit tiefsten menschlichen Abgründen wird nicht gescheut. Die Musik versprüht klirrende Kälte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, blanker Hass lässt einem die Nackenhaare zu Berge stehen. nur um im nächsten Moment der Windstille ein wenig Zeit zum Atmen geschenkt zu bekommen. Wohl dem, der den Weg aus dem Moor noch rechtzeitig findet...
Reinhören: myspace -> Frostnacht
4. Mael Mórdha - Gealtacht Mael Mórdha (2007)
Die Mannen von Mael Mórdha kreieren Klänge, die man nur mit purer Erhabenheit und reinster Epik beschreiben kann. Die Lieder handeln von alten irischen Schlachten, von Ehre und Ehrlosigkeit. Man merkt diesem Werk an, dass es mit Liebe und absoluter Ehrlichkeit erschaffen wurde. Die Stimme von Roibéard Ó Bogail passt einfach so perfekt zu dieser Musik, dass gerade er zu einem großen Teil dazu beiträgt, Mael Mórdha unverwechselbar zu machen. Das Album erzeugt eine vom ersten Moment an einnehmende Atmosphäre, der man gar nicht mehr entweichen will. Zu wundervoll episch und kräftig ist das, was sich da vor dem geistigen Auge abspielt.
Reinhören: myspace -> Curse of the Bard
3. Opeth - Damnation (2003) & Deliverance (2002)
Manch einer mag mir an dieser Stelle Schummelei Vorwerfen, handelt es sich doch um zwei Alben, die den gleichen Platz in Anspruch zu nehmen scheinen. Ich habe diese beiden Meisterwerke der progressiven Tonkunst aber noch nie als alleinstehende Alben betrachtet, sondern stets als untrennbare Einheit. Denn erst aus dieser Perspektive erkennt man, welch Geniestreich einem da präsentiert wird. Opeth schaffen es, mit ihren komplexen Kompositionen zu polarisieren. Der Zugang ist für jeden Einzelnen erst zu erschließen, um diese Klänge in vollen Zügen genießen zu können. Das trifft insbesondere auf das ruhige "Damnation" und das mächtige "Deliverance" zu...
Reinhören:
Windowpane &
Wreath
2. ムック - 是空 (2003)
MUCC - Zekuu
Es gibt nur noch wenige Bands, die einen so hohen Output wie MUCC vorzuweisen haben und dabei nicht einen einzigen Rohrkrepierer dazwischen haben. Und es gibt nicht viele Bands, die so gekonnt so weitreichende Stilwandel durchgemacht haben und das Gesamtwerk dennoch in sich absolut schlüssig wirkt. "Zekuu" stammt noch aus den düsteren Tagen von MUCC. Tatsurous Gesang auf diesem Album zieht den Hörer in eine Welt aus Verzweiflung und Angst, Trauer und Melancholie, Wut und Verrücktheit, zeugt aber auch von noch nicht verlorener Hoffnung und Lichtblicken für diese Welt, ja sogar von fröhlichen Momenten.
Reinhören: 9月3日の刻印 Kugatsu mikka no kokuin (Video)
1. Sigur Rós - ( ) (2002)
Sigur Rós machen nicht einfach Musik, sie erschaffen Kunst, die sich mit normalen Maßstäben nicht messen lässt. In ihrem Schaffen steckt eine Energie, die kaum von dieser Welt stammen kann. Woran das liegt, ist nicht zu bestimmen. Doch es ist kein Zufall, dass all die Klänge, die aus Island schallen, so ganz anders sind als die, die man im Rest der Welt von "ähnlichen" Künstlern vernimmt. Es ist schwer, die Musik zu beschreiben, könnte sie ebensogut von engelsgleichen Gestalten gemacht worden sein. Jónsis hoher Gesang, der hier nicht zur Wiedergabe eines Textes, sondern als weiteres Instrument dient, weitere Außergewöhnlichkeiten wie der Einsatz von E-Gitarren als Streichinstrument, selbstgebaute Instrumente oder die Unterstützung durch ein Streicherensemble erschaffen solch schöne Klänge, die sowohl traurig als auch fröhlich und verträumt sein können, wie man es einfach nicht für "nur" von Menschen gemacht halten kann. "( )" wird sicher nicht nur das bemerkenswerteste Album der letzten zehn Jahre bleiben. Mit ihrer Kunst sind Sigur Rós nur einen Schritt entfernt von der absoluten Vollkommenheit...
Reinhören: Untitled VIII (Video)