Draußen noch schnell Karte gekauft, und dann los...
Die Merchandise-Preise waren mal was ganz besonders. T-Shirts mit 15€ relativ günstig, Patches mit 5€ meiner Meinung nach überteuert. Bei Arch Enemys Merchandisern waren sie noch geiler drauf und haben das jeweils nur zusammen verkauft und so getan, als würde man nur das T-Shirt kaufen und den Patch geschenkt kriegen. Coole Show =D
Kühles 0,4er-Astra für 3€ + 1€ Pfand, passt. Duckstein nen Euro mehr.
Kumpels gesucht, teilweise sogar gefunden uuund...los!
Triosphere
Meine Reaktion als die Sängerin den ersten Ton anstimmte: Bloß weg!
Später gefiels mir allerdings immer besser. Talentierte, gut ausgebildete Sängerin mit kraftvoller Stimme, ein wenig Doro-ähnlich. Technisch durchweg sehr gute Instrumentalisten. Erstaunlich guter Sound!
Lediglich das ständige Gelaber von der Ollen hat genervt....die Band hätte man vielleicht nicht nach jedem Song nochmal vorstellen müssen und irgendwann wusste man wohl auch, wo man das Album kriegen konnte.
Die Musik selbst ist schwierig zu klassifizieren....viele Rhythmus-/Takt-Wechsel, schleppende sowie schnelle Passagen im selben Lied, kraftvoller Gesang....Progressive Melodic Heavy Metal beschreibt es wohl am ehesten.
Im großen und ganzen zu empfehlen und für Fans des Genres echt top.
Abigail Williams
Hatte ich vorher schon ein wenig gehört....und es bestätigte sich. Nach und nach fanden wir uns alle beim Bierstand draußen ein und waren derselben Meinung: Grottig.
Der Sänger (der zwar auch eine Gitarre in der Hand hielt, aber nur hier und da einen Powerchord beisteuerte) wirkte ein wenig, als hätte er Schmerzen beim Stuhlgang.
Dieser (im wahrsten Sinne des Wortes) kakophonische Klang wurde erweitert durch größtenteils atonale Melodiebögen, abstrus gesetzte Rhythmus-, Takt- und Tempowechsel, sowie undurchsichtige Songstrukuren.
Technisch sehr fitter Lead-Gitarrist. Die atonalen Melodiebögen konnte er daher perfekt als wahnsinnig Schnelle Sweeps spielen - insgesamt absolut nicht mein Fall.
Destruction
Endlich, der Headlin....okay, aber wenigstens mein persönlicher Top-Act ;)
Ab nach vorne und Adrenalinschub, insgesamt klasse Stimmung.
Auch Destruction wussten meiner Meinung nach definitiv zu überzeugen...Klassiker wie Total Destruction haben die Stimmung noch extra angekurbelt und das Konzert insgesamt zu einer ziemlich geilen Show gemacht.
Der Sound hätte teilweise noch etwas besser sein können, aber ansonsten -
TOP! Thrash vom feinsten!
Arch Enemy
Der Konzertraum hatte sich während Destruction schon ziemlich gefüllt, aber es war nicht zu übersehen, dass der Großteil (entgegen meiner Erwartungen!) auf jeden Fall für Arch Enemy gekommen war.
Die Luft hätte man zwar eigentlich runderneuern müssen, aber die Menge im Pit schien das kein bisschen zu kratzen. Von Anfang bis Ende super Stimmung, befeuert durch eine durchaus solide Show. Angela als Frontperson (die zudem wahnsinnig gut growlen UND screamen kann) wie immer top.
Die Setlist war meiner Meinung nach eher schwach, aber dass die alten Sachen rausgeholt werden würden, war ja von vornerein klar. Mit der Meinung schien ich allerdings auch ziemlich alleine dazustehen, denn Arch Enemy wurden wie Könige (und Königinnen, pardon ;) ) gefeiert.
Sound zudem absolut erstklassig...ich habs noch nie erlebt dass sowohl Distortionparts als auch Akustikanteile gleichermaßen fett rüberkommen!
Alles in Allem ein echt geiler Abend mit vielen netten Leuten.